Reichsgründungsfeier in Simbach am 13. Januar 2012

Wie alle Jahre machten sich einige (9) Ludovicen auf zum traditionellen Treffen zum Gedenken an den Reichsgründungstag vom 18.1.1871 nach Simbach am Inn. Unser Außenminister Klaus Huber-Nischler v/o Arcus steuerte den Werkswagen Audi A6 Avant mit bravour zum Ziel. Im Gasthof Göttler, wo das Kneipheim der Vindelicia ist, stärkten wir uns, wie fast in jedem Jahr, mit einer Surhaxe mit Sauerkraut und Röstkartoffeln. Der bekömmliche Marillenschnaps durfte dann zur Abrundung auch nicht fehlen.


So gestärkt gingen wir in die Landesvaterkneipe. Eine staatliche Corona von verschiedenen PSC Bünden füllte das Kneipheim fast bis zum letzten Platz aus. Von Harry Weigt v/o Remus wurde der Chargeneinzug eröffnet. Der amtierende Senior, Wolfang Hengge v/o Archimedes, gab sich dann ganz kritisch in seiner Eröffnungsansprache. Ob den der Freitag der 13. für so eine wichtige Veranstaltung der richtige Termin sei, machte er uns Angst und Bange. Mit einer statistischen Aufzählung stellte sich dann letztlich heraus, dass der Freitag der 13. ein Tag wie jeder andere im Jahresverlauf ist.


Den Festvortrag hielt Hans-Dieter Koschny v/o Nupper zum Thema 'Wie hat sich die deutsche Nation gebildet und entwickelt'. In seinem kurzweiligen Referat spannte er den geschichtlichen Bogen von der Entwicklung des Frankenreiches bis 1871. Dabei würzte er seinen Vortrag mit delikaten Details an. Ein stürmischer Applaus gab die Anerkennung für die gelungene 'Geschichtsstunde' wider.


Bemerkenswert ist, dass der Vortragende seit über einem Jahr, durch eine eintretende massive Sehverschlechterung, nicht mehr in der Lage ist, ein Manuskript oder Vorlagen zu lesen. Hier wird er von seiner Gattin in der Vorbereitung mehr als unterstützt. Aber mit 77 Jahren einen freien Vortrag in dieser Güte zu halten, als aller Anerkennung wert.
Wie so oft hatte unserer Bbr. Karl-Heinz Müller v/o Quintus den richtigen Riecher. In Eichstätt an der Uni hätte er eine Seminararbeit erstanden über den Mythos Bismarck's und den Auswirkungen im Kaiserreich, der Weimarer Republik, im 3. Reich und der DDR.

Als Dank gab er dem Vortragenden diese Ausarbeitung. Ein Schelm, wer sich nicht denkt, dass damit viel Stoff für weitere Vorträge zu diesem Thema vorhanden ist. Anschließend erfolge das Landesvaterstechen. Die Chargia der Vindelicia wurde von Alexander Rose v/o Caesareon von der AAV Germania Straubing unterstützt. Mein Stechpartner war Dr. Gerhard Watschinger v/o Gerd von der StV Vindelicia. Der Abend klang mit viel Gesang und Unterhaltung aus. Ein gelungener Abend unter Freuden ging mit großer Zufriedenheit zu Ende. Erwähnen möchte ich noch, dass wir Ludovicen als Letzte das Kneipheim verlassen haben.

Bericht: Reinhard Mader v/o Tragl - Photos: N.N.